Montag, 27. Mai 2024

TBJ_8 Bergfest und: Kennst du Jesus?

Heute hat der Chronist Bergfest. Er hat seine fünfte Tour abgekurbelt. In Iowa, das auch irgendwo in Europa liegen könnte, nur das Europa dafür nicht groß genug ist. In Amerika ist alles größer, auch die Naturräume gleichen Charakters. Jetzt sitzt er ausnahmsweise bereits gleich im Bus und schaukelt dem nächsten Startort entgegen: Lexington in Nebraska. Diese Buslinie von Chicago nach Denver wird nur einmal am Tag bedient und es hatte der Chronist keine Lust in der Hauptstadt des Staates, in Des Moins, zu übernachten, um erst am nächsten Tag abends nach sechs Uhr den Bus besteigen zu können. Also bewegt er sich in Radklamotten ungeduscht heute schon weiter und wird sich nach Mitternacht noch ein Hotel suchen müssen. Drückt ihm die Daumen.

Der Fahrer ist der gleiche, der ihn sehr wohlwollend gestern von der Umsteige Burlington nach Oskaloosa gebracht hat. Wie alte Bekannte schüttelt man sich die Hände.


Don zum zweiten, er ist Pensionär und leistet sich mehrere Kaltblutpferde, die von Amish ausgebildet werden; seine Frage vergaß der Chronist anzubringen

Dass Oskaloosa eine Haltestelle hat, die Ihren Namen verdient, kann man nicht verlangen. Aber dass die ziemlich moderne und reiche Stadt Des Moins sechs Kilometer aus der Stadt heraus irgendwo neben einem Gabelstaplerhändler so einen kleinen Raum anbietet, ist eine freche Missachtung der Würde seiner Nutzer.


Aber der Reihe nach. Irgendwann gestern nachmittag stieg der Chronist in einem verschlafenen Nest aus dem Bus. Die Nachmittagssonne ließ die Luft flirren, Fahrer Don wünschte ihm Glück und rauschte von dannen. Niemand war auf der Straße. Sergio Leone hätte sofort eine Melodie dazu im Kopf gehabt.


Haltepunkt Oskaloosa

In Ermangelung eines Saloons stiefelte der Chronist erst mal in den örtlichen Drugstore und kaufte sich einen Nagelklipser, den er dringend brauchte. Die Hotels lagen vor dem Ort am Highway. Direkt vor dem teureren der beiden handelte er sich hinten einen Platten ein, dessen Unglückswirkung durch ein schönes Zimmer mit Seniorenrabatt kompensiert wurde. 


Es war der Chronist gestern nicht gut drauf, stellte sein Vorhaben und dessen allgemeinen Nutzen in Frage und empfand die Reststrecke als Bürde. Und er war auch ein bisschen einsam. Das passiert! Und dem Chronisten besonders nach Alkoholkonsum. Nach der Reifenrepartur, einer Dusche und dem Besuch des Walmart gegenüber sah die Welt schon anders aus. Am Eingang fing ihn Deborah ab. Sie hatte dort die Kunden zu begrüßen und den Chronisten mit dem Rennrad kommen sehen. Nach kurzem Informationsaustausch wurde er für berühmt erklärt und ein Kollege musste fotografieren.

Deborah war ausnahmsweise außerordentlich schlank. Früher hat sie als Krankenschwester gearbeitet, jetzt ist sie siebzig und macht das hier als Rentenjob. Sie hat zwei Kinder und wie der Chronist sieben Enkelkinder. Da war man schnell auf einer Wellenlänge. Sie ist Ureinwohnerin, leider hat er die Stammesbezeichnung luschig überhört. Jesus bekommt 100 %, Mr. Biden ist ihr zu alt und Mr. Trump traut sie nicht.


Der Chronist muss wiederholt feststellen, dass fleischlose Nahrung schwer zu finden ist. Alles hat Chicken oder Bacon. Schließlich kann er sich mit veganem Salat, Käse, einer Schüssel Fruchtsalat und einem Heißgetränk aus der Zimmerbar unter die weißen Laken zurückziehen und kommt so körperlich und mental wieder zu Kräften. Morgens ist es dann ja auch schön, den vom Todtenhausener Backoffice aufbereiteten Blog noch mal zu überfliegen. Läuft! Und so war er dann heute morgen wieder auf der Höhe, auch deswegen, weil das Hotel einen Pool hatte. 

Im Frühstückssaal fragte er Larry, ob dieser nicht an seinen Tisch wolle. Etwas unsicher, was seine Frau davon hielte, ließ er sich nieder und Chris schließlich auch. Und dann wurde es besonders. Larry nahm seine Frau bei der Hand und betete, betete für das Essen und für Detlef, ihren Sitznachbarn. Beide waren wegen einer Familienfeier hier. Und wieder war der Chronist an Kundschaft geraten, die die Verbindung zu Jesus in dieser Frage für absurd, fast unmoralisch hielten. „Kennst du Jesus,“ fragte Larry und brachte ihn etwas in Verlegenheit. „Jesus hat mit seinem Leiden alle unsere Sünden auf sich genommen!“

Und Chris stellte unmissverständlich fest, dass nur Jesus es richten könne. Für den irdischen Teil notwendiger Herrschaft werden sie Mr. Trump wählen. Am Ende verabschiedete man sich herzlich. Sie mussten zum Gottesdienst, Larry: “Jesus hat zwar keinen Fahrplan, aber die Kirche schon.“ Sie werden für den Chronisten beten, wünschten ihm alles Gute und er war dankbar dafür.


Cris und Larry mit dem Chronisten im Fairfield Inn in Oskaloosa, Iowa

Lieber Larry, der Chronist kann sich eine Anmerkung nicht verkneifen, die ihm heute auf dem Highway in den Kopf kam. Entschuldige seine große Klappe. Ja, es ist wohl so gemeint, das Jesus die Sünden von uns nimmt. Das ist ja an sich schon eine hundsgemein schwere Aufgabe. Ist es da nicht rücksichtsvoll ihm gegenüber, lässliche Sünden zu unterlassen, um die Bürde nicht übergroß werden zu lassen? Und ist der Genuss von übermäßigem und ungesundem Essen nicht auch eine Sünde, wenn auch eine kleine? Ich könnte mir vorstellen, dass er stolz darauf wäre, wenn seine Anhängerschaft selbstbewusst und verantwortungsvoll mit ihrem Gestell umgeht und damit anderen weder eine Last wird, noch übermäßig verformt durchs Leben watschelt, auch im Alter. Sorry.


Der geflickte Reifen hat seine Form behalten, der angekündigte Regen wurde rücksichtsvoll vorverlegt. Heute ist Memorialday und der großzügige Highway nur dünn besiedelt. 

Der Chronist kurbelt, bis zehn zählend, jeweils an zwei Polizeiautos vorbei, die auf dem Mittelstreifen stehen. Keine jaulende Sirene, kein Blaulicht. Die Beamten bleiben in ihren dicken Dodges sitzen, verfolgen auf dem Tablet den Sonntagsgottesdienst oder vielleicht Sexfilme. Jedenfalls scheinen sie den Chronisten nicht für jagbares Wild zu halten.


Legal! Rennrad auf dem Highway; Für Dave Jackson, dem Eigentümer eines 1960 Cadillac Sedan deVille  in der Farbe Persian Sand

Iowa ist sauber, der Highway ohne Dreck auf der Shoulder, kein Müll am Straßenrand, die Farmen versinken nicht in Gülle, wie er es in England gesehen hat. Um in dem welligen Relief Erosion zu vermeiden, lassen die Farmer  hangparallel dauergrüne Streifen stehen.


Schonende Bodenbearbeitung

Was den Chronisten irritiert, sind die riesigen Rasenflächen um die Anwesen. Sie sind groß wie Golfplätze und die Rasenpflege ist auch so. Für den Chronisten unvorstellbar solche Flächen in der Mähpflicht zu haben. Aber das scheint hier auch der Entspannung zu dienen: Auf einem Aufsitzrasenmäher der Kategorie Kommunalfahrzeug mit Ohrschützern über das Grünland zu flitzen. Andernorts in der Welt werden die intelligentesten Kunstgriffe angewendet, um Energie zu sparen. Hier könnte man vielleicht einfach mal darüber nachdenken, eine Feinrasenfläche der Größe Niedersachsens nicht alle zehn Tage zu mähen.

Es muss der Chronist zugeben, dass es schön aussieht, kultiviert, wie auch die Häuser ziemlich gepflegt sind und der Fahrzeugpark in den offenen Carports mindestens dreiteilig ist.


Fast alle Häuser haben diesen Stil; als Dorfgaststätte eine Ausnahmeerscheinung Smokey Row Coffee Shop in Pleasantville

Der Chronist hat wieder Glück für seine Mittagspause. Ein Dorf im Nirgendwo. Der einzige Laden, der geöffnet hat, hat Charme, das Essen ist lecker und die Kinder, die ihn betreiben, machen einen guten Job. Der Versuch bei dem mißmutigen, schweigsamen Rotfuchs seine Frage loszuwerden scheitert kläglich. Keine Reaktion. Am Ende bedankt er sich knapp, dass der Chronist bei Google Maps seine Öffnungszeiten korrigiert hat. Danach war der Laden nämlich Sonntags geschlossen.   


Weil er nicht gerne billig daher kommen möchte, hatte der Chronist diese Tour von der direkteren Variante mit 90 km auf eben die seiner Meinung nach angemessene Mindestlänge von über 100 km aufgepumpt. Dieser Umweg ist auch schön, hat aber den Nachteil, als Nebenstrecke wie eine graue Schärpe einfach auf das Relief aufgelegt worden zu sein, während man für einen Highway schon mal einen Berg abträgt.


Raufrunter, raufrunter; Memorialdaybeflaggung auf dem Friedhof

Des Moins, eine picobello hergerichtete Landeshauptstadt, großzügige, neue Fußgängerwege, Blumengeschmückt; die Restaurants und Brauereikneipen sind gut besetzt. Irgendwie scheinen sich die Städte hier im mittleren Westen neu zu erfinden.

Zweiteilige neue Fußgänger- und Radwegbrücke

https://www.relive.cc/view/vevY3Y7kWJ6


An dieser Stelle möchte der Chronist darauf hinweisen, dass er mindestens zwei Vorgänger auf dieser Route hatte, die sie in ziemlich unterschiedlicher Weise und zu unterschiedlichen Zeiten verfolgt haben. Es wird unzählige geben, aber er weiß nur von diesen.

Hamilton Mack Laing, Riding the continent, ein kanadischer Naturfreund und Biologe, der 1915 mit einer Harley Davidson hier lang kam, zu einer Zeit, als die Straßen noch aus Sand oder Schlamm bestanden und er sich mühsam dadurch wühlen musste. Seine Tagesetappen waren oft nicht länger als die des Chronisten. Bei gänzlich unzulänglichen Straßen benutzte er auch die Schwellen-Schotterpiste zwischen den Eisenbahnschienen unter Beachtung des jeweiligen Fahrplanes. Er scheute den Trubel, schlief in der Natur neben seinem Motorrad unter einer Zeltbahn, die er daran befestigte und freute sich am Morgen über den Gesang der Vögel. Er kannte sie alle. 

Der andere, weit bekanntere ist Jack Kerouac mit seinem Buch On the road. Eine wortgewaltige Beschreibung eines wilden Aufbruches 1947 nach Westen als Tramp. Der Chronist glaubt sich zu erinnern, dass in den Siebzigern dieses Buch gerne neben dem Jointbesteck und der Maobibel aber auch auf weißen Schleiflacknachttischen herumlag. Der Chronist las zu der Zeit Johannes Mario Simmel, begeisterte sich als schwer schulgeschädigter für den Versuch pädagogischer Neuausrichtung in Englands Summerhill und konnte sich köstlich mit Asterix und Obelix amüsieren. 


Morgen trifft er sich mit Jack in North Platte. Des Chronisten Partner und Freund hat ihm neben Simon Geschke auch als digitales Lesebuch Jack Kerouac mitgegeben. Und er ist gerade an der Stelle, wo der Autor für ein paar Tage in North Platte strandete.

Bis dahin macht es gut.


Sonntag, 26. Mai 2024

TBJ_07 The bike has to be in a box!

Ein Satz, der dem Chronisten, seit er 2018 in seinen Wortschatz überging, sofort Bluthochdruck verursacht. Diesmal wird es ernst. Er fährt mit Trailroad. Einer anderen Gesellschaft, die es auf keinen Fall laufen lässt und der Fahrer ist nicht boshaft, sondern nur regeltreu, so dürfen sie das Rad nicht transportieren. Der Chronist entwickelt Panik, sieht seinen Plan verduften und den Westen im Nebel verschwinden. Also kämpfen. Vielleicht hätte ja der Schalter Boxen. Hat der nicht, und die Schwarze von dort, deren Erscheinung noch aus der Zeit stammt, als sie im Chor mit Aretha Franklin auf Tour war, kümmert das wenig.

Am Gate zeigt er dem Fahrer die große Plastiktüte, die über den Rand eines großen Müllbehälters lappt. Wäre das ok? Er nickt. Der Chronist kippt kurzerhand den Müll in einen anderen Eimer und den Hintern des Scott in die Tüte. Der Fahrer nickt wieder. Der Bus ist sauber, modern mit Bildschirmen ausgestattet und ziemlich voll. Es hat funktioniert, stört den Chronisten aber irgendwie.


Hoffentlich ist der Umsteigefahrer damit auch glücklich

Er muss einmal umsteigen und ist gespannt, was der nächste Fahrer dazu sagt. Jetzt in der Pause sitzt er im tiefsten Mittwesten in einem lokal geführten Restaurant, um ihn riesige Parkplatzflächen und irgendwie weit verstreut 24000 Einwohner, die Burlington ausmachen. Drei Stunden hat er Zeit euch was nachzuerzählen. Keine Angst, das wird schon nicht zu viel.

Er hat jetzt zum ersten Mal, wie angekündigt, einen Tag ausgelassen. Er war bei der Schwägerin eines alten Freundes verabredet, Sabine. 


Aus dem hauseigenen Leseraum im sechsundfünfzigsten Stock

Sie hat ihn nicht nur in ihrer spektakulären Wohnung im achtundzwanzigsten Stock, direkt am Michigansee untergebracht. Sie hat seine Wäsche gewaschen, ihm die monatliche Spritze verpasst, weil sie auch Ärztin ist und sie hat ihn mit ihrem quirligen Freund Alan ausgeführt. Das war lustig und interessant und am Ende spät. Danke Sabine, danke Alan. Um fünf Uhr morgens musste er wieder aufstehen, zum Busbahnhof.


Alan und Sabine diskutieren die Frage

Alan denkt schnell. Auf des Chronisten Frage rattert er los: 100 % Jesus. Die Politik ist unfähig. Sie hat die Wirtschaft so gestaltet, dass das Verhältnis vom CEO Gehalt zum Durchschnittsverdienereinkommen seit den siebzigern von eins zu acht auf eins zu fünfzig gestiegen ist. Sie hat es nicht geschafft für mehr bezahlten Urlaub zu sorgen, für bezahlten Mutterschutz, für eine Krankenversicherung und hat heute die Bilanz von 120000 Drogentoten aus dem letzten Jahr an den Hacken.

Alan ist auch Arzt, wird Mr. Biden wählen und am Wochenende eine Rede für ein Ehemaligentreffen von Harvardstudenten vorbereiten. Sabine hat siebentägige Schichten und im Moment vier Wochen frei. Als Deutsche hält sie sich aus dem Thema raus, scheint aber doch etwas pikiert zu sein, dass Alan gewisse Notwendigkeiten in der Politik auch aus dem Baukasten Trump sieht.


Beim Start in South Bend am gestrigen Morgen hatte der Chronist mal einen anderen Teil der Gesellschaft am Haken.


Rick and Jim machen Geschäfte beim Frühstück

Rick und Jim lassen sich gerne stören, begreifen fix was er will und kommen mit 20-20-60 sowie ⅓ - ⅓ - ⅓ um die Ecke. Rick meint, wenn wir zu 60% Jesus in uns haben, werden die restlichen, notwendigen 40 % zwangsläufig gut arbeiten. Der Chronist vergaß nach ihren persönlichen Daten zu fragen. Sorry.


Das Kurbeln ließ sich bestens an. Der Verkehr war erträglich, teilweise konnte er kilometerlang im Baustellenbereich die nagelneue Fahrbahn allein benutzen.


Ein paar Kandidaten wüsste der Chronist wohl

Flaches Land und Rückenwind. Hier herrscht Landwirtschaft vor. Über die riesigen Schläge rauschen in Staub eingehüllt Ackerschlepper, die des Chronisten Enkel allergrößten Entzücken bereiten würden. Haushohe rote Case Maschinen mit vier gleich großen Gummiraupenantrieben, die als überdimensionale Dreiecke an den Seiten für Vortrieb und geringen Bodendruck sorgen. 

Die Sonne scheint, Michigan lässt er dummerweise rechts liegen. Warum nicht bei einer Tasse Kaffee einen Blick werfen? Nach einer Pause wird es Richtung Norden tiefschwarz am Himmel. Da rutscht selbst dem Chronisten das Herz nach unten. Auf den letzten Drücker flüchtet er in eine rostige Industriehalle am Straßenrand. Glück gehabt.


Sturzregen um Chicago

Zwischen Ölfässern und Werkzeugbänken werden Großgeräte für den Spezialtiefbau repariert. Maschinen für die Gründung von Hochhäusern. Immer eine schwere und laute Drecksarbeit. Er versteht nicht sehr viel, was ihm die Leute in Slang und hoher Geschwindigkeit erklären. Der Himmel erbricht sich colossal über der Halle. So, dass der Chronist in freier Wildbahn zwar knapp überlebt hätte, aber für Tage unbrauchbar geworden wäre. Die Teile seiner Ausrüstung für immer.

Bis zur Befahrbarkeit der Straße reichte die Zeit Casey zu befragen. Er ist verheiratet, hat zwei Mädchen und scheint Chefmonteur zu sein. 


Casey, 25-25-50

Die Männer verabschieden den Chronisten mit besten Wünschen und warnen ihn vor den jugendlichen Banden der Stadt.

Die knapp vierzig Kilometer bis zum Zentrum führen an Tanklagern, ausgeweideten Stahlwerksleichen und großen, dampfenden Industrieanlagen vorbei. Chicago lässt sich nicht so einfach erobern. Erstens lagen mehr als 140 km zwischen Startpunkt und Ziel und zweitens, und das hat der Chronist noch nicht erlebt, spielt der blaue Punkt in den Hochhäuserschluchten verrückt, wandert unkontrolliert hin und her. Zur Gastgeberin findet er nur über das traditionelle Orientieren an Straßennamen. Er ist nicht beschossen noch ausgeraubt worden.

https://www.relive.cc/view/vYvE2kB5LGO


PS Der Chronist möchte Etienne nicht unterschlagen, der neben ihm im Bus sitzt, nach Davenport, Iowa reist, und ihn aus seinem tief dunklen Gesicht in einer Mischung aus Unglauben, Spott und Freude von der Seite ansieht. Etienne will wieder und wieder wissen, warum der Chronist das macht, was er macht. Ob er Journalist sei? Und er akzeptiert die Frage nicht. Man könne niemanden mit Jesus vergleichen oder auch nur Teile von ihm in Anspruch nehmen.

Er hat vier kleine Kinder und antwortet ausweichend auf die Frage, was er beruflich macht mit Factoring. Er ist der Meinung, dass Politiker nur ihre eigenen Interessen bedienen. Er hat keine Ahnung und will es auch nicht. Er akzeptiert was kommt. Wie es in Deutschland aussieht? Der Chronist meint gut und fügt hinzu, dass dennoch viele Leute sich beschweren und beklagen. Seiner Meinung nach oft ungerechtfertigt. Und da lässt sich Etienne nicht von seiner Meinung abbringen, dass die Leute damit recht hätten. Wenn die Politik nicht richtig arbeite, würde das Volk das klar erkennen. Der Chronist und er kommen nicht auf einen Nenner. Doch nach dieser besonderen Stunde ist Etienne wenigstens überzeugt, dass der Chronist schon wisse was er mache und kann ihn in Frieden ziehen lassen. Am nächsten Stop lässt sich Etienne nicht davon abbringen, ihm Kaffee und Schokolade zu kaufen. Danke!


Der Chronist hat guten Willen gezeigt, den Müllbeutel mit Haushaltsfolie aus dem Dollarstore ergänzt und so verschwand das Scott ohne Diskussionen im Buskeller.

Super. Macht es gut.

Freitag, 24. Mai 2024

TBJ_06 Nach Chicago

Liebe Leser, beste Grüße. Alles Gute für das, was der Alltag von euch gerade verlangt oder ihr von ihm. Der Chronist sitzt wieder im Greyhound und genießt sanft geschaukelt die Sonne, die frischgrüne Frühsommerlandschaft, die Wärme und die unverklebte Aussicht aus dem Fenster.

Freie Sicht in Ohio

Sein Rennrad liegt im Keller, schön verankert mit einem neuen Gummispanner von der Shoulder des Highway Nr. 119. Der alte war einmal um die Welt und einfach ausgeleiert. Quincy, der Fahrer, hat weder ein Gepäckticket noch eine Box interessiert. Er ist schwarz, liebenswert und der Zustand seiner Frontzähne passt zu dem des Unternehmens. Seine Begrüßung und der Vortrag der Regeln für die Fahrgäste ist eher ein Gesang. Natürlich darf im Fahrzeug nicht geraucht werden. Er legt aber auch Wert darauf, dass nicht einmal Joints hier drinnen gedreht werden, weil er den Gestank nicht haben will.


Es muss der Chronist in Toledo umsteigen, um gegen Abend in South Bend anzukommen. Sein Startort für die nächste Großstadteroberung: Chicago, für die er am Folgetag fast 150 km kurbeln muss.

Er berichtet heute wieder live. Pittsburgh hat ihn sehr wohlwollend beherbergt. Er verlässt das schöne Zimmer mit Wehmut. Zum Frühstück gibt es diesmal sogar echtes Besteck und noch eine Blitzumfrage mit Daniel.


Daniel aus Northcarolina, auf dem Weg zu einer Fortbildung seiner Firma, 5-0-95.  

Schade, dass er es so eilig hat. An dieser Stelle verabschiedet sich der Chronist von den Bildern und versucht stattdessen das Gegenüber so gut wie möglich zu porträtieren und will außerdem versuchen mehr herauszubekommen als nur die drei Zahlen. Sonst wird es für euch und ihn auch langweilig. Wenn ihr noch andere Wünsche habt, her damit. 


Pittsburgh hat noch eine richtige Greyhoundstation mit richtigen Gates, aus denen man an das jeweilige Fahrzeug gelangt. Es war auch nur Philadelphia so grauslich. Alle anderen Haltestellen hatten ihren Namen verdient, von kleinen Häuschen in kleinen Städten bis zu Hallen aus besseren Tagen.


Greyhoundstation Cleveland + Quincy als Fahrer; hier muss was passieren: die Toiletten eine Zumutung, die Normaluhren an den Wänden zeigen jede eine andere Zeit, die Farbe fällt in großen Plocken von der Decke des Terminals

Irgendwer in den oberen Etagen des Unternehmens hat keine Lust, keine Idee und vielleicht auch kein Geld. Das Personal vor Ort gibt jedenfalls sein Bestes, ist freundlich und versucht den Laden am Laufen zu halten. 

Mit der Haltestelle Cleveland ist der Chronist fast in Kanada. Die Stadt liegt  am Eriesee, für den Chronisten für immer mit John Maynard verknüpft. Immerhin konnte er diesem Gedicht in der Schule irgendwie noch folgen, was ihm bis zur völligen Verzweiflung nicht gelang bei „Frühling lässt sein blaues Band…“. Quincy fährt in Toledo ohne ihn weiter, nicht ohne beste Wünsche. Weil noch eine Stunde übrig ist bis zum Anschlussbus und weil er ja sein Rennrad dabei hat, lässt sich der Chronist von Google Maps in die City führen. Und wird überrascht von einer sauberen, vor Modernität und Respekt vor der Tradition strotzenden Stadt.

Einmal Toledo 

Toledo war wohl traditionell ein Standort der Glasherstellung. Was jetzt passiert weiß der Chronist nicht aber man verdient sichtbar viel Geld und investiert es in gute Straßen, helle, glatte Fuß- und Radwege, Parks, Museen und in ein eigenes Sinfonieorchester. Was er vermisst: die Stadt ist irgendwie menschenleer. Wo sind all die 300000 Einwohner? 

Der Busbahnhof ist Bestandteil des Amtrakbahnhofs, dessen Schalter nur nachts geöffnet ist, und der nur noch ein Gleis in Betrieb hat?! Mit ihm warten ein schwarzes Pärchen, eine schwarze Frau und eine Weiße, die ihren Sohn hergebracht hat. Was ihnen gemein ist, und das schockt den Chronisten in den letzten Tagen immer wieder, ist der komplette Verlust vieler Menschen über die eigene Figur. Sie sind nur noch von der Haut mit aller Mühe zusammengehaltene Behälter, die gefüllt sind mit Umbau- und Abbauprodukten überschüssigen Essens. Er ahnt ja warum, weil er den Gebrauch der Nahrung überall beobachten kann. Die UNO hat ein Welternährungsprogramm, weil Unterernährung lebensbedrohlich ist. Vielleicht wird es mal nötig sein, für die USA ein eigenes Ernährungsprogramm zu stricken. Der Chronist kann sich vorstellen, dass die hier gebräuchliche Art der Ernährung nicht weniger lebensbedrohlich ist ;-)


Die zweite Überraschung ist die ebenfalls schwer übergewichtige, schwarze Fahrerin des Anschlussbusses, die ihm verbal die Ohren langzieht, weil er das Rad nicht angemeldet hat. Und überhaupt würden sie Räder nicht transportieren. Der Chronist muss zwanzig Dollar nachlösen, eigentlich zweiundzwanzig, aber dafür bekommt er keine Quittung.

Sie bringt ihn lustlos aber sicher in den nächsten Staat, Indiana. 

Neben dem Chronisten sitzt Rory. Es dauert eine Zeit bis er in Schwung kommt. Ist dann aber froh darüber. Rory ist auf dem Weg nach Chicago. Dort wird er Juror sein für einen Highschool Wettbewerb in Spontanschauspiel, Kurzreden schreiben und auch vortragen und ähnliche Aufgaben. Er entscheidet sich für 12,5-12,5-75. Warum? Ja, er habe von Politik keine Ahnung, sei sich aber als irischer Katholik bei Jesus sicher. Ja, er wird im September wählen gehen.


Rory, einundzwanzig

Außer den Stopovers mit dem Bus, hat der Chronist Ohio übersprungen. Spielt aber auch keine Rolle. Jetzt ist er in Indiana, am Startpunkt South Bend und wieder Hans im Glück im Luxus. Ein Luxus, den ihm die Rezeptionistin mit ein paar Deutschbrocken und einem unschlagbaren Rabatt fürsorglich vermittelt hat. Er kann es noch gar nicht fassen und fürchtet fast den unvermeidlichen Absturz. Es kann doch nicht mit rechten Dingen so weitergehen. Fünfter Stock, modern, Blick vom Bett auf die Stadt, wieder eine sehr saubere, moderne Stadt und eine Stadt ohne Publikum.

South Bend, auch menschenleer; vielleicht sind alle in Indianapolis beim 108. Indy 500 und auch der Flaggenfahrer macht sich gerade auf den Weg

Nicht nur, dass die Rezeptionistin ihm ein schönes Zimmer vermittelt, sie schickt ihn auch noch in eine Bar, die er nie gefunden oder von der Außenansicht her aufgesucht hätte. Er wird da bestens mit Eintopfsuppe, Salat und IPA versorgt. Letzteres eine seltsam schmeckende Biersorte. Eine Mischung aus fruchtig und ziemlich bitter. 

Nicki, die Bedienung, gibt ihm 40-40-20 mit auf den Weg und sieht ihren Herzenswunsch, Respekt gegenüber allen LGBT-Menschen, am besten in den Händen von Mr. Biden aufgehoben.


Nicki aus der Oysterbar

Bis Morgen, vielleicht bis übermorgen, denn morgen hat der Chronist das Glück, wieder in bekannten Händen zu sein. Er übernachtet in Chicago bei der Schwägerin eines alten Freundes. Und die hat ein Programm angekündigt, das eine Berichterstattung im Anschluss vielleicht verhindert.


PS Diese letzten Zeilen verfasst er im Bett. Seine zweiteilige Reiseremington auf der Bettdecke. Das iPhone steht auf der Holy Bible. Im weichen Stoff würde es sonst umfallen. Er hätte auch gerne zur Abwechslung "The Book of Mormon" benutzt, aber mit dessen flexiblen Buchrücken funktioniert das nicht. Es macht wohl auf den Inhalt keinen Unterschied.

Donnerstag, 23. Mai 2024

TBJ_05 Vrooom, Toktok-Toktok - „You can‘t cycle on a Highway“

Das Leben ist schön. Besonders wenn man geduscht hat, in einem schönen, geräumigen Hotelzimmer unter weißen Laken liegt und nebendran ein Heißgetränk steht. Am Bild könnt ihr erahnen, was der Chronist meint. Er will nicht angeben, nur darstellen, was seine (bezahlbaren)  Möhren sind, die ihn auch mal Unbill aushalten lassen. Und davon gab es heute einiges. Der Chronist hat den ganzen Tag gekurbelt und muss nacherzählen. Und vorweg: Es gab keine überschüssige Zeit. Alles passte nahtlos ineinander.


Einfach schön; Suchbild mit Rennradfahrer im Badezimmer

Präsidententechnisch lief es interessant aber er will erst die Streckenbeschreibung abliefern. Direkt von seiner Bettenburg musste er auf die Autobahn. Nach seiner Einschätzung ein Highway, die höchste Kategorie Interstate ist kreuzungsfrei und das war Nr. 119 nicht. Natürlich ist reichlich Verkehr auf diesen Großstadt nahen Verbindungen. Das ist der Chronist gewohnt. Was er nicht so sehr gewohnt ist, ist die räumliche Einteilung. In Nordamerika fährt man nicht auf der Fahrbahn, sondern auf der Shoulder. Meist ein ziemlich breiter Streifen neben der weißen Markierung. In Fahrbahnnähe ist dann ein Rüttelstreifen gefräst, der die Träumer unter den Fahrern wieder auf Strecke bringen soll.


Auf dem Rüttelstreifen schlägt der Radlenker wie ein Maschinengewehr

Also ist der Streifen rechts neben dem Rüttelstreifen eher eine Sammelstelle für Schottersteine, Müll, Tierkadaver, Schrauben, Auspuffreste und Ladungsteile. Deswegen hält sich der Chronist gerne in diesem halbwegs sauberen, aber ziemlich schmalen Streifen zwischen weißer Linie und Rüttler auf. Geht auch ganz gut, nur muss man drauf achten, dass manchmal die Arbeitsfuge neben dem weißen Streifen schlecht oder gar nicht ausgefüllt ist und dann gerne den schmalen Rennradreifen wie eine italienische Erdbebenspalte einsaugt. 

So, das war jetzt etwas viel Detail, beschäftigte den Chronisten aber die ganzen 100 km. Vrooom, der Verkehr, das ist schon eine Zumutung, weswegen der Chronist so etwas auch nur allein machen kann. So richtig stört er ihn nicht. Er ist ja nicht allein auf der Welt. Und stellt auch fest, dass die meisten Fahrer, besonders die großen LKW ziemlich rücksichtsvoll, fast in britischer Höflichkeit ausweichen. Nicht alle. Tröstlich ist, dass nicht viel mehr als 100 km/h gefahren werden darf, was allerdings bei den großen roadtrain ähnlichen Lastwagen schon ziemlich Getöse verursacht, besonders, wenn sie dann noch die Motorbremse benutzen.

Auf der Autobahn durch Hügelland

Weil die Fahrbahn meist aus Beton ist, hat sie so ein bisschen den Charakter von der alten Reichsautobahn: Toktok-Toktok-Toktok. Es ist ordentlich umzu. Es stehen Häuser mit direkter Zufahrt neben der Trasse. Ihre riesigen Rasenflächen ums Haus sind bis an den Straßenrand perfekt gemäht. Man lässt nicht, wie im Westen, unbrauchbaren Hausrat oder Fahrzeuge einfach auf dem Grundstück stehen und von der Natur überwuchern. 

Es liegen ziemlich viel Kadaver auf der Fahrbahn, flattened fauna. Man ahnt manchmal gar nicht mehr, was da nun platt ist. Am Zahnschema kann man sagen: Raub- oder Nagetier, an der Hülle, ob Vogel oder Vierbeiner. Weil sie so unkenntlich platt sind, ist damit auch das Mitleid verschwunden. Was ganz anders ist bei großen Tieren, wie Hirsche, die meist noch ziemlich ganz sind und wohl auch weggeräumt werden, bevor sie ganz platt sind.

Zum Glück nur ein Polyester


Es hatte der Chronist ja einen Mordsrespekt vor diesem Abschnitt wegen der Länge und den angezeigten 1600 Höhenmetern. Aber das löste sich irgendwie in Wohlgefallen auf, obwohl er sogar noch Gegenwind hatte. Entweder war der zu lau oder die Luft hier ist dünner, er störte jedenfalls nicht sonderlich und auch das bergauf-bergab verlief eher zutsche. Das ist ja das Besondere in Nordamerika, dass die Straßen einen zügigen Grundriss haben und man sich bergab einfach auf den Lenker legt und laufen lassen kann. Dennoch wird dieses ständige auf und ab dem Chronisten den Schnitt verderben. Da sorgt schon die Physik mit dem Quadrat im Widerstand für. 

Und so lief es leidlich gut. Die Sonne wärmte ihn von hinten in der schwarzen Radhose den Porridge und das Rührei vom Frühstück noch mal durch. Das Scott knisterte leichtfüßig dahin und an dieser Stelle muss er sich ordentlich bei Freund Uli bedanken, der noch mal Technik und Bremsen gescheckt und hinten einen robusteren Reifen draufgemacht hat. Danke dafür.

https://www.relive.cc/view/vmqX3Qdo7o6


Das hat ihn jedoch nicht davor bewahrt, zweimal einen Plattfuß zu bekommen, vorzugsweise hinten. Einmal perfekt mit Sitzbank vor einem Selfstorage und zwei charmanten Schwarzen drinnen. Die eine meinte, wer mir denn das besorgt hätte. Der Chronist zeigte nach oben. Sie antwortet, ja, da wollte jemand, dass du eine Pause machst. Die war am Ende dann vergnüglich und erfolgreich. Nicht erfolgreich waren des Chronisten Flickkünste, weil nach ein paar Kilometern der Reifen wieder platt war. Diesmal im Gebüsch. Er hat es schließlich hinbekommen.


Muss auch mal sein, Ordnung halten im hohen Gras

Bevor er die ehemalige Stahlmetropole und Sportstadt Pittsburgh erobern konnte, handelte er sich noch einen, seiner Meinung nach ungerechtfertigten Verweis ein. Ein Pickup der Parkverwaltung hielt neben ihm und der schwarze Fahrer erklärte ziemlich aufgebracht: You can‘t cycle on a highway. Er kann schon und darf auch nach Lage des Internets, wollte jetzt aber seine Gastgeber nicht provozieren. Google Maps hatte eine Alternative und lieferte ihn in einer sauberen, interessanten und irgendwie schönen und ruhigen Stadt ab.


Pittsburgh, das Andy Warhol Museum wird er auslassen müssen, ohne großes Bedauern

Einmal fragen brachte ihm zum Marketsquare. Der hatte ein lebendiges Restaurant. Es gab gutes Essen, er traute sich zwei Bier der Marke Yuengling, was die Laune noch mal steigerte und fand dann schließlich den Weg in dieses schöne Bett. Allerdings erst nach dem er den Schlauch im Waschbecken erneut geflickt hatte.


Was lief präsidentschaftsmäßig? Im Inn war nicht viel los beim Frühstück. Die ältere, schweratmige Dame am Nachbartisch ließ sich nicht so richtig auf die Idee ein, war auch noch ziemlich beschädigt wegen einer Operation. Sie mag Mr. Trump nicht, ihr Mann schon, der allerdings so langsam seine Meinung ändere. 

Völlig anders verlief die Mittagspause. Der Chronist hatte an einer Ampel ein Restaurant gesehen und war regelrecht begeistert von dem Laden. Ein allerbestes Beispiel, dass es abseits der Ketten auch gute Läden gibt. Er bestellte sich eine Cola, die erstmal gut tut. Christa, die Bedienung, stellte ihm nicht nur die Cola hin, sondern auch Wasser und eine Schüssel selbstgemachte Kartoffelchips.


Der Cesarsalat dazu kostete genauso viel, wie der grüne Plastiktee in der Met

Der Chronist fasste sich ein Herz und fragte Bryan, den Chef des Ladens.

Bryan und Christa, Jesus kommt an erster Stelle mit unbedingt 100, und Trump soll Präsident werden

Bryan wünscht ihm von ganzem Herzen eine gute Reise. Beim Bezahlen fragt der Chronist schnell noch Christa, der Serviererin. Jesus muss nicht gewählt werden. Er ist sowieso da. Sie wünscht sich Trump. Spritpreise von um vier Dollar und Milch um sechs Dollar die Gallone ist für viele Menschen ein Problem. Und Mr. Trump hätte sich sehr darum gekümmert. Und so verlässt der Chronist ein Geschäft, das mit Herzblut diszipliniert und professionell betrieben, für die meist älteren Menschen dieser ländlichen Gegend ein Anlaufpunkt ist und sie mit bezahlbarem Essen versorgt. Die Betreiber werden Mr. Trump wählen. 

Eine ganz neue Mischung liefert Tioni, eine der beiden Damen vom Selfstorage, 2-5-93.


Tioni 2-05-93, wünscht dem Chronisten auch eine gute Reise

Gute Nacht zusammen. Morgen ist wieder Transittag im Greyhound. Diesmal mit umsteigen. Schaun wir mal.



TBJ_99 I did it my way (even on a highway)

Liebe Follower, eine letzte Post vom Chronisten. Wer immer auch bis hierhin mitgereist ist. Schön, dass es euch gibt. Man ist ja ungern alle...